Christoph vom Heinrich Heine Antiquariat in Düsseldorf hat mich gerade auf dieses Video aufmerksam gemacht.... vielleicht war das wirklich so, als Bücher eingeführt wurden....
Christoph vom Heinrich Heine Antiquariat in Düsseldorf hat mich gerade auf dieses Video aufmerksam gemacht.... vielleicht war das wirklich so, als Bücher eingeführt wurden....
Verfasst von Giovanni am 13. Februar 07 um 06:15 Uhr in Rund ums Buch | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Der britische Verlag Penguin hat gerade ein einzigartiges Projekt in Zusammenarbeit mit der Universität De Montfort gestartet: Unter der Webseite aMillionPenguins.com können Internet-Nutzer den allerersten Wiki-Roman lesen und gleich mitschreiben.
Das Projekt basiert auf den gleichen Konzept wie das Wikipedia-Lexikon: Alle können mitmachen, diskutieren und editieren.
Wie der Spiegel berichtet, ist die Idee eines kollektiv geschriebenen Romans nicht neu: Schon im 18. und 19. Jahrhundert wurde versucht, Romane aus dem Dialog und der Korrespondenz von verschiedenen Autoren entstehen zu lassen. Mit dem Wiki-Roman, so wie bei jeder Wiki-Seite auch, entsteht aber die Möglichkeit die Texte der "Vorschreiber" zu korrigieren und mit den anderen Nutzern über die Entwicklung des Roman zu diskutieren. Dies sind gerade die Faktoren, die zum Wikipedia-Erfolg geführt haben. Ob das Gleiche bei einem Literaturprojekt funktionieren kann, wird sich zeigen.
Die Webseite ging vor wenigen Tagen online und bereits jetzt sind schon 12 Kapitel zu lesen. Viele begeisterte Nutzer haben einen Teil des Romans geschrieben oder mindestens die Seite besucht. Aus der Diskussion-Seiten kann man wahrnehmen, wie sich verschiedene Stories aus der originellen Handlung entwickelt haben und wie verschiedene Gruppe von Nutzern verschiedene Handlungen der Geschichte unterstützt haben.
Penguin hat gerade ein Blog gelauncht, um Feedback von den Nutzern zu bekommen und eine Diskussion um die Regeln des Wiki-Romans zu führen. Solche Grundregeln sind auch über die Jahre von der Wikipedia-Community entwickelt worden.
Projektleiter Jeremy Ettinghausen sagt: "Das ist ein Experiment. Es könnte als Buchstabensalat enden. Wir machen keine Vorhersagen. Aber es wäre schon absolut fantastisch, wenn wir daraus am Ende etwas für den Druck kreieren könnten."
Ob aus diesem Projekt nur ein Buchstabensalat oder ein toller Roman mit Regeln für eine "virtuelle" literarische Gattung herauskommt, muss aber der Leser beurteilen.
Verfasst von Giovanni am 05. Februar 07 um 09:03 Uhr in Rund ums Buch | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (1)
Aus dem Heimatland vom Handyhersteller Nokia stammt der allererste SMS-Roman (woher auch sonst ;-). "The last message" heißt das neue Buch vom finnischen Schriftsteller Hannu Luntiala, das aus 1.000 SMS-Nachrichten besteht, d.h. exakt 332 Buchseiten (... aber "Groß" geschrieben!).
Der Roman erzählt die Geschichte eines Mannes auf der Reise nach Indien, der nur über SMS in Verbindung mit Freunden und Familie ist. Aus diesen kurzen Textnachrichten entsteht der Roman, der durch Schreibfehler und Abkürzungen der SMS-Sprache charakterisiert ist.
Eine beeindruckende Leistung. Der Daumen des Autors ist jetzt vermutlich nur noch ein Schatten seiner selbst...
Verfasst von Giovanni am 29. Januar 07 um 07:22 Uhr in Rund ums Buch | Permalink | Kommentare (2) | TrackBack (0)
Zum 1. Januar 2007 wurden die neuen ISBN eingeführt und die Mehrwertsteuer erhöht.
Zwei gute Beiträge darüber habe ich auf Literatur-Café - Der literarische Treffpunkt im Internet gelesen. Notizen, Rezensionen, Literaturlinks, Podcasts, Foren und viel mehr sind auf dieser empfehlenswerten Webseite zu finden:
Bücher haben jetzt 13-stellige Nummern
Mehrwertsteuer für Bücher erhöht sich nicht
P.S. Da für Hörbücher der normale (19%) und nicht der ermäßigte Steuersatz (7%) gilt, sind Hörbücher doch teuerer geworden (wie auch von Literatur-Café erwähnt). Ich verstehe allerdings nicht warum die Hörbücher im Sinne des Steuergesetzes keine Bücher sind. Hätte man nicht das Gesetz dahingehend anpassen sollen?
[ Zur Zeit lese ich: “Gebrauchsanweisung für Tschechien und Prag” von Jiří Gruša ]
Verfasst von Giovanni am 12. Januar 07 um 02:34 Uhr in Interessante Webseiten, Rund ums Buch | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Was macht ihr zuerst beim Betreten einer fremden Wohnung?
Richtig, neugierig herumschnüffeln... als vorbildlicher Kulturmensch zieht es euch natürlich zum Bücherregal! (bei dieser Gelegenheit kann man auch gut nach einer Flasche Wein Ausschau halten...)
Bibliotheken von anderen Leuten finde ich immer faszinierend. Die Bücher, die man liest, sagen viel über einen Menschen aus. Im besten Fall findet man sogar neue Anregungen zum Lesen für sich selber. Wer aber nicht ständig in fremden Wohnungen die Bücherregale durchstöbern möchte, kann das jetzt ganz bequem online tun.
Bei LibraryThing.de (eine Web 2.0 Applikation) können Bücherfans ihre Sammlung in virtuellen Bibliotheken ausstellen und für andere Besucher zugänglich machen. Man kann seine Lieblingsbücher mit Kommentaren versehen oder von schlechten Leseerfahrungen abraten. Die Katalogiesierung ist ein Kinderspiel.
Das ganze ist eine unkomplizierte Möglichkeit sich mit Gleichgesinnten über neue und alte Klassiker auszutauschen. Das kostet kein Geld, aber macht riesig Spaß. Für jedes Buch zeigt das System verschiedene Empfehlungen für andere artverwandte Bücher an. Dazu gibt es noch Tags, Rezensionen und vieles mehr...
So habe ich in letzter Zeit aufgrund der Empfehlungen für meine Bücher auch viele andere tolle Bücher gefunden, die jetzt nur noch lesen sollte...
Wie LibraryThing genau funktioniert könnt ihr auf der Homepage oder am besten im virtuellen Rundgang nachlesen.
P.S. LibraryThing hat noch viel mehr anzubieten, wir halten euch auf dem Laufenden!
Verfasst von Giovanni am 21. Dezember 06 um 08:43 Uhr in Die Buchbranche, Interessante Webseiten, Internet, Rund ums Buch | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Seit 2003 veröffentlicht BookFinder.com im Dezember eine Top 10 Liste der meistgesuchten vergriffenen Bücher des Jahres in den USA.
Anirvan hat gerade gestern die neue Liste veröffentlicht.
"Sex" von Madonna bleibt auch in 2006 das begehrste vergriffene Buch. In den Top 10 auch die Autobiographie von Johnny Cash "Man in Black: His Own Story in His Own Words" (Nummer 4) und "Treasury of Great Recipes" von Mary and Vincent Price (Nummer 5)!
Hier geht es zur kompletten Liste
[ Zur Zeit lese ich "Nine Stories" von J.D. Salinger ]
Verfasst von Giovanni am 20. Dezember 06 um 03:22 Uhr in Die Buchbranche, Rund ums Buch, Über JustBooks | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Vor einigen Wochen war ich auf der Suche nach mehreren Informationen über die erste tschechische Ausgabe von Kunderas "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins". (Nach fast 30 Jahren ist das Buch endlich auch in Tschechien zu haben!)
Die meisten Online-Zeitungen haben nur den vom Wolfgang Jung (dpa) verfassten Artikel zitiert bzw. nachgearbeitet. Mir war das aber nicht ausreichend. Ich wollte mehr über die Reaktionen der Tschechen auf das Erscheinen des Buches wissen.
Vor circa einem Jahr bin ich aus Tschechien weggezogen. In den acht Monaten, die ich in der "Goldenen Stadt" verbracht habe, hatte ich Zeit, um die schwere Beziehung zwischen Kundera und seinem Heimatland ansatzweise zu verstehen. Der Artikel von Jung und dieser Artikel von Birchler über die Polemik zwischen Kundera und dem späteren Präsident Havel, helfen dabei diese Beziehung nachzuvollziehen. Wie ich feststellen konnte, sind auch heutzutage noch die meisten Tschechen Kundera gegenüber sehr kritisch eingestellt.
Die Veröffentlichung des Buches in tschechischer Sprache sah dagegen wie eine Versöhnung aus, aber das klang mir alles zu positiv und stimmte nicht ganz mit dem überein, was ich von meinen Freunden in Prag bisher gehört hatte.
Auf Inforadio.de habe ich eine sehr interessante Sendung (Minute 21:40) gefunden, wo die verschiedenen Meinungen und Wahrnehmungen des Buches in Tschechien dargestellt wurden. Es werden sowohl wohlmeinende, als auch kritische Stimmen zu Kunderas Comeback gehört. Kommentare, Zitate und Interviews verleihen dem Beitrag die nötige Tiefe, anstatt das Thema einseitig abzuhandeln.
Unter der Rubrik "Quergelesen" auf Radio zum Lesen - Kultur kann man unabhängig von Kundera aber auch sehr viele interessante Beiträge rund um das Thema Bücher hören. Auf jeden Fall empfehlenswert!
Übrigens, "Nesnesitelná lehkost bytí" (Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins) war eigentlich bereits 1985 bei einem kanadischen Exilverlag in geringer Auflage erschienen.
Mit einer einfachen ISBN-Suche auf JustBooks.de kann man doch einige (nicht unbedingt billige!) Exemplare finden:
ISBN: 0887811469
Verfasst von Giovanni am 14. Dezember 06 um 08:12 Uhr in Interessante Webseiten, Rund ums Buch | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (1)
„Am meisten halte ich davon, wenn man nach einem Buch ganz erledigt ist und sich wünscht, dass man mit dem Autor, der es geschrieben hat, nah befreundet wäre und dass man ihn antelefonieren könnte, wenn man dazu Lust hätte. Das kommt allerdings nicht oft vor.“
J.D. Salinger, Der Fänger im Roggen
Das geht mir genau so. Wenn ein Buch mir sehr gut gefällt, dann möchte ich auch gerne mehr darüber wissen und am liebsten dem Autor noch ein paar Fragen stellen… Man kriegt halt nur so selten einen Schriftsteller ans Telefon. Dafür gibt es aber Fernsehen oder Internet, oder gleich Literatur-TV.com. Was ist das überhaupt? Ein Internet-Fernsehsender zum Thema Literatur mit Rezensionen und Autoren-Interviews.
Wer es bisher noch nicht getan hat, sollte
einfach mal vorbei schauen. Gerade kann man sich dort ein sehr interessantes
Interview mit Martin Walser, gesponsert von AbeBooks, anschauen. Aufhänger war natürlich sein neues
Buch Angstblüte. Während des Gesprächs wird gar nicht die Werbetrommel gerührt.
Vielmehr entwickelt sich ein äußerst interessantes Gespräch über Themen wie
Verantwortung, Freiheit und Wirtschaft.
Ich finde es immer toll, wenn ein Autor über seine Bücher und sich selbst spricht. Es eröffnen sich einem neue Blickwinkel.
Die Idee als Online-Buchhändler eine Kooperation mit einem Online-Literaturfernsehen einzugehen ist gar nicht so übel. Über AbeBooks bin ich überhaupt erst auf Literatur-TV gekommen. Nichts gegen das geschriebene Wort, aber ergänzend zum Lesen einen literarischen Spartenkanal via Internet (kostenlos!) nutzen zu können, finde ich sehr vorteilhaft. Hoffentlich wird die Werbepartnerschaft zwischen AbeBooks und Literatur-TV eine ganze Reihe von Interviews mit namhaften Autoren hervorbringen. Autoren kommen zwar nicht ans Telefon, aber zumindest ins Fernsehen. Schade nur, dass so viele gute Autoren schon tot sind...
[ Zur Zeit lese ich
“South of the Border, West of the Sun” von Haruki Murakami ]
Verfasst von Giovanni am 07. Dezember 06 um 03:05 Uhr in Interessante Webseiten, Internet, Rund ums Buch | Permalink | Kommentare (0) | TrackBack (0)
Matthew Beard berichtet in einem Artikel auf "The Independent" über das Buch "This and Last Season's Excursions" von Christopher Beale.
So, was ist an diesem 1500 Wörter langen Buch besonders? Der Autor hat den Roman fertiggestellt im Alter von 6 Jahren und 118 Tagen. Damit wird Christopher Beale der jüngste männliche Schriftsteller, der ein veröffentlichtes Buch geschrieben hat. Er ist 42 Tage jünger als den frühere Weltrekordträger. Das Buch wird am 25. November in London präsentiert.
Christopher hat schon eine persönliche Webseite, wo er das Buch und sich selbst vorstellt. Er kommt aus der Schweiz, spielt gerne Fußball, schreibt gerade seinen zweiten Roman und arbeitet an der Übersetzung seines ersten Buches ins Italienische. Der junge Autor ist ja zweisprachig aufgewachsen!
(Da bin ich etwas neidisch, mit sechs Jahren konnte ich kaum Italienisch schreiben und hatte erst recht noch kein Buch geschrieben... bis heute übrigens auch nicht!)
Übrigens, sein Vater Theodor ist erstaunlicherweise auch ein Schriftsteller und hat auch einige Fantasy-Bücher geschrieben. Theodor erzählt, sein Sohn kam von selbst auf die Idee ein Buch zu schreiben, als er mit seinen Schwestern den Erzählungen seines Vaters zuhörte.
Das alles mag wohl sein, aber mir kommt das eher komisch vor. Das klingt, als ob Christophers Vater den Kindern vor dem Schlafen noch Marketing-Geschichten erzählt hätte...
Jedenfalls, die jüngste Schriftstellerin kommt aus Washington D.C. und publizierte 1964 mit vier Jahren das Buch "How The World Began". Da bin ich fassungslos!
Verfasst von Giovanni am 21. November 06 um 08:21 Uhr in Die Buchbranche, Rund ums Buch | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
Vorletzte Woche hatte meine Freundin Geburtstag und an diesem Wochenende hat sie noch einige Geschenke bekommen. Als sie die Porzellanbüsten von Schiller und Goethe in der Version "Salz- und Pfefferstreuer" geschenkt bekam, mußte sie lachen (obwohl... als Germanistin war sie natürlich begeistert!).
Auf der Rückseite der Schachtel fand ich eine ISBN-Nummer und mir wurde klar, dass ich die Sache irgendwie etwas ernster nehmen sollte.
Es ist nämlich so: Die "Streuer" werden in allen Buchhandlungen verkauft und können sogar über JustBooks.de gefunden werden:
Schiller & Goethe zerstreut. Salz- und Pfefferstreuer im edlen Geschenkkarton
ISBN 3725413479
Auf Amazon.de wird der Artikel mit einer kompletten Ausrüstung für Schiller-Fans angeboten: zusammen mit dem kleinen Lexikon der Schiller-Zitate ist das Set für 19,45€ zu erwerben! Das gehört sogar zur Lieblingsliste "Dinge, ohne die ich ärmer wäre..."
Bei Amazon werden in der Kategorie "Non Books" über tausend Artikel angeboten. In den Buchhandlungen ist es noch öfter zu sehen, prominent an der Kasse oder vor den Rolltreppen gibt es viel von diesem kleinen Schnick Schnack. Einem Artikel des Tagesspiegels nach, liegt der Anteil dieser Produkte bei den Hugendubel-Buchhandlungen bei 15%.
Ich gebe zu, manche dieser Non Books sind auch lustig und amüsant. Passen diese Produkte aber deshalb in eine Buchhandlung? Auf der Produktseite vom Sanssouci Verlag fängt die Beschreibung mit einem Schillerzitat an: "Nur vom Nutzen wird die Welt regiert"... Die Non Books bringen sicherlich gute Umsätze mit. Sollte man aber als Buchhandlung nicht lieber in erster Linie Bücher verkaufen? Werden so Kunden nicht vom Bücher-Kaufen abgelenkt? Nutzt es wirklich den Buchhandlungen, sich als Geschenke-Shop oder Nippes-Basar zu präsentieren?
Vielleicht hilft die Diversifikation des Sortiments aber auch dabei neue Kundensegmente zu erschließen und mehr Bücher zu verkaufen. Mir gefallen viel mehr die traditionellen Buchhandlungen, wo ich ausschließlich Bücher finde... aber ... vielleicht werde ich ja demnächst beim Salzen plötzlich Lust bekommen, mal etwas was von Schiller zu lesen...
Verfasst von Giovanni am 31. Oktober 06 um 06:22 Uhr in Die Buchbranche, Rund ums Buch | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)